Kaffeepause über Distanz

Fernbeziehungen sind manchmal ganz schön still. Nicht weil man sich nichts zu sagen hätte, sondern weil die kleinen, beiläufigen Momente fehlen. Der Kaffee, den man einfach so zusammen trinkt. Die kurze Pause mitten im Tag, bei der man sich kurz anschaut und nichts sagen muss.

Wir haben uns gefragt: Geht das irgendwie? Und so entstand die vernetzte Untertasse.

Die Idee: Pause für zwei

Es ist Dienstagnachmittag. Du machst dir einen Kaffee, stellst die Tasse auf deine Untertasse  und irgendwo in einer anderen Stadt leuchtet in diesem Moment ein kleines Licht auf. Kein Ping, keine Nachricht, kein „Hey, bist du gerade da?” Einfach nur ein stilles Zeichen: Ich mach gerade Pause. Du vielleicht auch? 

Das ist die Idee hinter der vernetzten Untertasse. Es geht darum, den Alltag ein bisschen miteinander zu teilen, auch über Distanz.

Und so geht’s:

Das Tolle: Es steckt gar nicht so viel dahinter, wie man denkt. Du brauchst kein Technik-Studium, nur ein bisschen Neugier und Lust aufs Basteln.

Die Grundzutaten sind ein Temperatursensor, der erkennt, wann eine warme Tasse auf der Untertasse steht, ein Mikrocontroller, der das Signal verarbeitet und per WLAN an das Partnergerät schickt  und dort eine kleine LED, die aufleuchtet. Fertig!

Das Gehäuse kannst du ganz nach eurem Geschmack gestalten: Holz, Karton, etwas Selbstgebautes. Minimalistisch oder verspielt. Das ist euer Ding.

Was macht es besonders?

Es ist kein Chat-Tool, keine App, keine weitere Benachrichtigung. Es ist ein physisches Objekt, das in eurem Alltag lebt: auf dem Schreibtisch, in der Küche, neben der Kaffeemaschine. Und genau das macht den Unterschied. Vielleicht verabredet ihr euch jeden Morgen um halb neun. Oder ihr nutzt die Untertasse einfach spontan, wann immer ihr Lust auf eine gemeinsame Pause habt. Es gibt kein Richtig oder Falsch – nur euren Weg, das Ding zu nutzen.

Sicherheitshinweise

Temperatursensor richtig platzieren. Achte darauf, dass der Sensor direkt unter der Tasse sitzt und die Wärme zuverlässig erkennen kann , ohne dabei gequetscht oder beschädigt zu werden.

Elektronik vor Feuchtigkeit schützen. Kaffee und Elektronik sind keine guten Freunde. Stellt sicher, dass alle Bauteile sicher im Gehäuse sitzen und nicht mit Flüssigkeit in Kontakt kommen können.

Kabel und Verbindungen regelmäßig prüfen. Schaut ab und zu nach, ob alle Verbindungen am Mikrocontroller und der LED noch fest sitzen und nichts beschädigt ist.

Stabile Unterlage verwenden. Die Untertasse sollte auf einer festen, ebenen Fläche stehen, damit die Tasse sicher darauf platziert werden kann.

Stromversorgung im Blick behalten. Nutzt nur geeignete Netzteile oder Akkus für euren Mikrocontroller und vermeidet überhitzte oder beschädigte Kabel.

Klingt gut? Dann hol dir die Schritt-für-Schritt-Anleitung und bau eure eigene vernetzte Untertasse. Ein kleines DIY-Projekt, das aus einer ganz normalen Kaffeepause etwas macht, das sich anfühlt wie nach Hause kommen

Zielgruppe: Familie, Paare, Freunde
Art: DIT
Zeitlicher Aufwand: Mittel
Schwierigkeitsgrad: Mittel

Materialien:
Hardware-Komponenten (z.B. ESP32-C3, LED, Temperatursensor)
Computer
Webbrowser
Internet

Anleitung:
Bau deine eigene vernetzte Untertasse

Arduino-Code für die vernetzte Untertasse